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Landwehr – Karl
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Karl Landwehr
Kannengasse 15/17
Karl Landwehr war ein Onkel mütterlicherseits von Anna Margaretha Hahn. Er kam am 15. Juli 1877 in Dainbach als Sohn des Tagelöhners Johann Landwehr und seiner Ehefrau Christina Landwehr zur Welt.
Karl Landwehr blieb Zeit seines Lebens ledig und war bis zum Zeitpunkt seiner Aufnahme in der Psychiatrisch-Neurologischen Klinik der Universität Heidelberg als Landwirt tätig. Als Grund für seine Einweisung am 23. Januar 1935 findet sich in den Klinikunterlagen der Hinweis auf ein Nervenleiden. Bereits am 7. Februar 1935 wurde er nach Wiesloch verlegt.
Der Umstand, dass der Ortsarmenverband der Gemeinde Dainbach für seine Unterbringung in der dritten Verpflegungsklasse aufkommen musste, weist auf die Armut des 57-Jährigen hin.
In Wiesloch lebte Karl Landwehr weitere fünf Jahre, bis er am 16. Mai 1940 von dort aus nach Grafeneck deportiert und unmittelbar nach der Ankunft ermordet wurde.