Hollenbach – Barbara

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Barbara Hollenbach
Kannengasse 55


Barbara Philippina Katharina Hollenbach, so ihr vollständiger Name, wurde in Dainbach geboren. Am 8. Januar 1871 erblickte sie auf dem Hof des Landwirtes Johann Hollenbach und seiner Frau Margaretha (geb. Ulshöfer) das Licht der Welt. Über ihre Kindheit und Jugend wissen wir heute nichts mehr, doch im Jahr 1904 taucht Barbara Hollenbachs Name dann in Unterlagen der Gemeinde Dainbach auf.
Im September 1904 begann ihre Odysee durch verschiedene Kliniken und Anstalten. Am 21. des Monats wurde Barbara Hollenbach in die „Badische Universitäts-Irrenklinik“ in Heidelberg eingewiesen, wo sie sich bis zum 13. Februar 1905 aufhielt. Ein gutes Jahr später, am 24. März 1906 wurde sie entmündigt. Wann sie erneut nach Heidelberg kam, wissen wir nicht, doch findet sich im Dainbacher Gemeindearchiv der Hinweis, dass sie von Heidelberg am 9. März 1909 in die Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch verlegt wurde. Es folgte im Juli 1914 ein erneuter Klinikaufenthalt in Heidelberg. Am Ende des Jahres, am 30. Dezember 1914 war sie wieder in Wiesloch. Da sie keiner weiteren psychiatrischen Behandlung mehr bedurfte, wurde Barbara Hollenbach am 16. April 1924 in die Landesarmenanstalt Krautheim verlegt.
In Krautheim lebte Barbara Hollenbach bis zum 17. Oktober 1940. An diesem Tag war sie eine von 50 Heimbewohnern, die in einem „Grauen Bus“ nach Grafeneck gebracht wurde. In Grafeneck wurde sie noch am selben Tag ermordet.
Insgesamt wurden aus Krautheim im Rahmen der Aktion T4 56 kranke und behinderte Heimbewohner deportiert. 52 Patienten wurden in den Vernichtungsanstalten Grafeneck und Hadamar ermordet, zwei weitere in Zwiefalten; nur zwei Heimbewohner überlebten.

Leider konnten wir den Wohnort von Barbara Hollenbach nicht ermitteln, des halb wurde als Verlegeort der Platz vor der Kirche verwendet.