Aber ich lebe

Aber ich lebe

Vier Kinder überleben den Holocaust

Quelle:  www.chbeck.de 

Nach zwei Jahren internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit von Überlebenden, Zeichnenden, Historikerinnen, Pädagoginnen und Archiven ist nun die Graphic Novel „Aber ich lebe – Vier Kinder überleben den Holocaust„ erschienen.

Die Zeichnerinnen Miriam Libicki, Gilad Seliktar und Barbara Yelin haben die Erinnerungen von David Schaffer, Nico und Rolf Kamp und Emmie Arbel graphisch umgesetzt und führen damit anschaulich vor Augen, was der Holocaust für die Kinder bedeutete und noch immer bedeutet.

Noch heute meidet Emmie Arbel große Menschenansammlungen. Und wenn sie in ein Café geht, sucht sie sich immer einen Tisch, an dem sie mit dem Rücken zur Wand sitzen kann und alles im Blick hat.

Arbel, geboren in den Niederlanden gehört zu den letzten Überlebenden des Holocaust. Als kleines Kind haben sie und ihre Brüder die Lager Westerbork, Ravensbrück und Bergen-Belsen überlebt. Ihre Eltern nicht, sie wurden ermordet. Ein Trauma, das sie bis heute begleitet.

In einem Interview mit den Arolsen Archives antworten Emmi Arbelt und Charlotte Schallié (Projektleiterin) auf die Frage was sie mit dem Projekt erreichen wollen:

Emmie Arbel: Das wichtigste daran ist für mich, dass diese schrecklichen Jahre niemals vergessen werden und zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert – denn wenn es in Deutschland geschah, kann es überall auf der Welt geschehen.  Wenn der Comic viele Kinder, die die Erwachsenen der Zukunft sein werden, davon überzeugen kann, dann weiß ich, dass ich es geschafft habe … oder es zumindest versucht habe.

Charlotte Schallié: Die Graphic Novels sollen nach der Veröffentlichung im Schulunterricht verwendet werden. Alle dazugehörigen Lehr- und Zusatzmaterialien werden für Lehrer*innen, Holocaust Educators und Forscher*innen frei zugänglich sein und wir möchten über den Prozess der Zusammenarbeit Vorträge und Workshops halten sowie einen Best Practice-Leitfaden anbieten.

Ergänzend zu den Geschichten der damaligen Kinder erklären Zeithistorikerinnen in Nachworten den Kontext der Geschichten.

„Aber ich lebe“ ist am 14. Juli im C.H.Beck Verlag erschienen, hat 176 Seiten und kostet als Hardcover 25€

Quellen:
https://www.chbeck.de/yelin-libicki-seliktar-aber-ich-lebe/product/33743734

https://www.deutschlandfunkkultur.de/graphic-novel-aber-ich-lebe-holocaust-100.html

https://arolsen-archives.org/news/aber-ich-lebe/