{"id":2449,"date":"2026-02-02T18:57:33","date_gmt":"2026-02-02T17:57:33","guid":{"rendered":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/?p=2449"},"modified":"2026-02-02T21:56:05","modified_gmt":"2026-02-02T20:56:05","slug":"artikel-zur-gedenfeier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/artikel-zur-gedenfeier","title":{"rendered":"Artikel zur Gedenkfeier"},"content":{"rendered":"\n<p>Anl\u00e4sslich des am 27. Januar stattfindenden &#8220;Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus&#8221; fand im \u00e4u\u00dferen Schlosshof eine Veranstaltung statt, bei der unter anderem Mitglieder unseres Vereins an NS-Opfer aus Mergentheim erinnerten.<br>Die Stadt stellte uns freundlicherweise ihren im Stadtjournal erschienen Artikel zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bad-mergentheim.de\/cms-images\/aktuelles\/Gedenken_190770_1769676842_6486.JPG?crop=faces&amp;fit=crop&amp;w=1200&amp;h=675\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Oberb\u00fcrgermeister Udo Glatthaar und Teilnehmende der Gedenkfeier erinnerten an die Verfolgten und Get\u00f6teten Bad Mergentheimer w\u00e4hrend des Nationalsozialismus.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Innehalten im Alltag: Gut 50 Personen haben am Dienstag, 27. Januar, der Bad Mergentheimer Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Zum Erinnern versammelten sich die Teilnehmenden an der Gedenk-Stele im \u00c4u\u00dferen Schlosshof.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er ist ein \u201eTag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus\u201c. Im Jahre 2005 wurde er von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Mahnmal im Schlosshof verewigt sind die Namen jener 97 j\u00fcdischen Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger Bad Mergentheims, die w\u00e4hrend der Nazi-Diktatur deportiert und ermordet wurden. Das j\u00fcngste Opfer war nicht einmal sechs Jahre alt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Udo Glatthaar erinnerte in seiner Ansprache daran, dass Antisemitismus in der Gegenwart leider immer mehr Raum nehme, beispielsweise in der digitalen Lebenswelt j\u00fcdischer Mitb\u00fcrgerinnen und Mitburger. Aber nicht nur dort: Der OB erinnerte an den k\u00fcrzlich versuchten Brandanschlag auf eine Synagoge in Gie\u00dfen. &#8220;Wir haben auch noch die schrecklichen Bilder vom \u201eBondi Beach\u201c in Australien vom 14. Dezember vor Augen, als bei einem Anschlag auf ein j\u00fcdisches Fest 15 Menschen ihr Leben verloren und 40 verletzt wurden&#8221;, sagte er.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Wenn wir die Demokratie und die Menschenrechte hochhalten, ist dies der beste Schutzschild gegen Hass und Gewalt. Ich bin sehr dankbar f\u00fcr unsere Erinnerungskultur seit 1945 und alles, was an Bewusstsein, Vers\u00f6hnung und Toleranz seitdem gewachsen ist&#8221;, so Udo Glatthaar. &#8220;Verneigen wir uns innerlich vor den Toten. Die 97 Namen und die dahinterstehenden Menschen und Schicksale auf dieser Gedenktafel sind nicht vergessen \u2013 und sollen nicht vergessen werden.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu trugen auch Klaus Huth und Renate Haag vom Verein &#8220;Stolpersteine Bad Mergentheim&#8221; bei, die zwei ber\u00fchrende Einzelschicksale nachzeichneten: die Geschichten von Ferdinand W\u00fcrzburger und Selma W\u00fcrzburger. Alle sieben Mitglieder der Familie W\u00fcrzburger wurden in Lagern ermordet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ferdinand hatte zusammen mit seinem Bruder Samuel in Bad Mergentheim die kleine \u201eLik\u00f6r- und Spirituosenfabrik B. W\u00fcrzburger S\u00f6hne\u201c betrieben, die die Familie 1938 aufgeben musste und damit ihre Existenzgrundlage verlor. Ferdinand W\u00fcrzburger wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er 1944 starb. Seine Tocher Selma war bereits 1940 wegen &#8220;Rassenschande&#8221; verhaftet worden (vermutlich erlebte sie schlicht ihre erste Liebe) &#8211; im Alter von gerade einmal 18 Jahren. Sie musste erst Zwangsarbeit im KZ Ravensbr\u00fcck leisten und wurde 1942 in der NS-T\u00f6tungsanstalt Bernburg ermordet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/wuerzburger-ferdinand-samuel-lina-rosa-ida-selma-und-bruno\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ausf\u00fchrlich k\u00f6nnen die Schicksale hier nachgelesen werden; der Verein Stolpersteine hat sie auf seinen Internetseiten aufbereitet.<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des am 27. 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