{"id":186,"date":"2021-10-01T17:00:01","date_gmt":"2021-10-01T16:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/?p=186"},"modified":"2021-10-24T17:23:34","modified_gmt":"2021-10-24T16:23:34","slug":"stadt-rundgang-am-03-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/stadt-rundgang-am-03-oktober","title":{"rendered":"Stadt-Rundgang am 03. Oktober"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Adler_Frieda_an-der-Tauber-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-243\" width=\"472\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Adler_Frieda_an-der-Tauber-1.png 630w, https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Adler_Frieda_an-der-Tauber-1-300x209.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 472px) 100vw, 472px\" \/><figcaption>Bad Mergentheim 1932: Frieda Adler (2. Person von links), Tochter des j\u00fcdischen Stadtrats Aron Adler, mit Freunden an der Tauber<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Bereits seit dem Jahr 1293 sind in Mergentheim j\u00fcdische Einwohner bezeugt. Im Jahr 1895 erreichte die israelitische Gemeinde mit 280 Mitgliedern ihren h\u00f6chsten Stand. <br><br>Waren im Deutschen Reich weniger als 1 % der B\u00fcrger j\u00fcdischen Glaubens, so lag ihr Anteil in Bad Mergentheim mit 5 % weit \u00fcber dem Durchschnitt des Deutschen Reiches. J\u00fcdische Kurg\u00e4ste waren gern gesehene G\u00e4ste in Bad Mergentheim, ihr Anteil betrug bis zu 12 %. Selbst als die Str\u00e4nde an Nord- und Ostsee ab 1935 als judenfrei galten, waren j\u00fcdische Kurg\u00e4ste in Bad Mergentheim immer noch willkommen.<br><br>Die nationalsozialistische Gewaltherrschaft f\u00fchrte aber auch in Bad Mergentheim zu Dem\u00fctigungen, Gewaltausbr\u00fcchen, Flucht und Deportationen. Mindestens 61 j\u00fcdische Mergentheimer kamen von 1939 bis 1945 ums Leben.<br><br>Klaus Huth, Geschichtslehrer und Vorsitzender des Vereins Stolpersteine Bad Mergentheim e.V., hat sich jenseits der blo\u00dfen Zahlen mit den Schicksalen j\u00fcdischer Menschen und Familien in seiner Heimatstadt befasst.<br><br>Sein Interesse gilt insbesondere den Lebensumst\u00e4nden j\u00fcdischer Einwohner in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere w\u00e4hrend der NS-Zeit.<br><br>Wie waren die j\u00fcdischen B\u00fcrger im gesellschaftlichen Leben einer Kleinstadt integriert? Wie wurden sie ausgegrenzt und sp\u00e4ter verfolgt? Welche Folgen hatte die nachbarschaftliche Gleichg\u00fcltigkeit im Rahmen der nationalsozialistischen Verfolgung?<br><br>Klaus Huth verdeutlicht anhand einzelner Pers\u00f6nlichkeiten und Familien die gesellschaftlichen Entwicklungen und schl\u00e4gt dabei einen Bogen bis in die Gegenwart, indem er fragt, wie von der Nachkriegszeit bis heute mit den j\u00fcdischen Erben und der Erinnerung an die Opfer umgegangen wurde und wird.<br><br>Im Stadtrundgang werden an wichtigen Orten j\u00fcdischen Lebens diese und \u00e4hnliche Fragen beantwortet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Datum:      <strong>03. Oktober 2021<\/strong>, <strong>11:00 Uhr<\/strong><br>Treffpunkt: <strong>Marienkirche<\/strong><br>Dauer:       <strong> ca. 1,5 Stunden<\/strong><br>                  <strong>Kostenfrei<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Veranstalter:<strong> Stolpersteine Bad Mergentheim<\/strong> <strong>e.V.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits seit dem Jahr 1293 sind in Mergentheim j\u00fcdische Einwohner bezeugt. Im Jahr 1895 erreichte die israelitische Gemeinde mit 280 Mitgliedern ihren h\u00f6chsten Stand. Waren im Deutschen Reich weniger als 1 % der B\u00fcrger j\u00fcdischen Glaubens, so lag ihr Anteil in Bad Mergentheim mit 5 % weit \u00fcber dem Durchschnitt des Deutschen Reiches. J\u00fcdische Kurg\u00e4ste [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":650,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-186","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=186"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":440,"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/186\/revisions\/440"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/650"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mgh.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}